Langstroth-Maß

Das weltweit am häufigsten verwendete Rähmchen-Maß Langstroth wurde vom nordamerikanischen Pastor Lorenzo Lorrain Langstroth entwickelt. Langstroth wurde im Jahr 1810 in Philadelphia geboren und verstarb mit knapp 85 Jahren 1895 in Ohio. Die Leidenschaft zur Imkerei entwickelte er erst im Alter von 40 Jahren. Sein Schwerpunkt lag weniger in der eigentlichen Imkerei, als vielmehr in der Erforschung und Weiterentwicklung der bestehenden Zusammenhänge der Bienenhaltung. Bereits 1852 meldete Langstroth die von ihm entwickelten und zum damaligen Zeitpunkt noch unbekannten beweglichen Rähmchen zu US-Patent an. Heutzutage gelten seine Erfindungen als revolutionär und bahnbrechend für die moderne Imkerei. Trotz des Erfolges und einige Patente hat er nie wirklichen Profit aus seinen Patenten machen wollen, sodass die meisten Entdeckungen bereits zeitnahe durch andere Imker aufgegriffen und Weiterentwickelt worden sind.

Die evolutionäre Fortsetzung seiner Entdeckungen zeigt sich vor allem in dem am Langstroth aufbauenden Dadant-Maß, welches vollkommen kompatibel zu dem Langstroth-Maß ist. Die größte Verbreitung erfahren beide Maße im US-amerikanischen Raum, aber auch in Europa, insbesondere in Deutschland, nimmt die Zahl der Imker, welche auf diesen Maßen ihre Bienen betreiben, stetig zu. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass über 70% alle Beuten mit dem Langstroth-Maß betrieben werden, oder von den Entdeckungen Langstroth’s partizipieren. Dadant entwickelte noch zu Lebzeiten von Langstroth in der gleichen Epoche der Modernisierung der Imkerei seine Form der Magazinimkerei. Beide Verfahrensweisen basieren auf dem modularen Prinzip von erweiterbaren Zargen und dem Aufbau der Bienenbeute in einzelne und leicht austauschbare Einzelteile. Lorenzo Lorrain Langstroth gilt als Erfinder einer Urform der heutigen Magazinbeute.

Langstroth’s Entwicklung in der Imkerei

Neben den Entwicklungen im Bereich der Rähmchenmaße beschäftigte sich der Pastor auch mit Randerscheinungen in der Bienenhaltung und entdeckt fast zufällig den heutzutage anerkannten Bee Space. Dieser definiert einen Bienenabstand von circa 8mm, der von Bienen nicht verbaut wird. Ist dieser Abstand zwischen den einzelnen Teilen von Rähmchen oder Zarge geringer, verschließen die Bienen diesen mit Propolis. Ist der Abstand größer, werden Waben in die Zwischenräume gebaut. Der Bee Space sorgt somit für eine einfachere Imkerei und eine leichtere Durchsicht der Bienenvölker ohne lästigen Verbau.

Wabendetails

AußenmaßMittelwandInnenmaßWabenfläche
Langstroth Normal448mm x 232mm420mm x 207mm428mm x 212mm0,1815 m²
Langstroth Flach 1/2448mm x 137mm420mm x 112mm428mm x 117mm0,1002 m²
Langstroth Flach 2/3448mm x 159mm420mm x 134mm428mm x 139mm0,1190 m²
Langstroth Flach 3/4448mm x 185mm420mm x 160mm428mm x 165mm0,1412 m²

Der Wochenend-Imker: Eine Schule für das Imkern mit Magazinen


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