Honigsieb

Für die Honigernte und zur Erzeugung eines qualitativ hochwertigen Produktes, ist eine Reinigung und Filtrierung des Honigs von Fremdstoffen wie Wachs, Holzsplittern von Rähmchen und toten Bienen unabdingbar. Direkt nach dem Schleudern wird der flüssige Honig bereits bei der Abfüllung in Hobbocks ein erstes Mal durch ein Honigsieb gefiltert. Diese Siebe bestehen aus einem zweiteiligen System aus einem flachen, groben Innensieb und einem gewölbten, feineren Außensieb. Hierdurch können bereits ein Großteil der Feststoffe ausgefiltert werden. Diese Siebe haben einen meist standardisierten Durchmesser von 21cm bzw. 24cm und bestehen aus Metall oder Kunststoff. Bei der Verwendung von etwas teureren Metallsieben ist unbedingt die Verwendung von Edelstahlsieben zu bevorzugen um die hygienischen Vorschriften für Lebensmittel einzuhalten.

Honigsieb aus Metall | Quelle: Luc Viatour / wikipedia.org
Honigsiebe aus Edelstahl können vergleichsweise einfach gereinigt werden und entsprechenn den hygienischen Anforderungen.Honigsieb aus Metall | Quelle: Luc Viatour / wikipedia.org

Bei der direkten Filterung während der Honigernte sind die Siebe, insbesondere das gröbere Innensieb bei großen Honigmengen öfter von Wachsteilchen zu säubern um eine Verstopfung des Siebs und ein Überlaufen des geschleuderten Honigs zu verhindern. Neben den Standardmaßen gibt es auch Siebe mit speziellen Eigenschaften und Maßen wie zum Beispiel verstellbaren Halterungen. Die jeweilige Art der Anschaffung ist aber immer eine Kostenfrage und für den Anwendungszweck und die Honigmengen zu variieren. Nach der Abfüllung in den großen Hobbocks muss der Honig einige Stunden ruhen und der aufschwimmenden Honigschau wird anschließend abgeseiht. Der Honigschaum bildet sich durch eingeschlossene Luft bei der Abfüllung bzw. ist ein natürlicher Vorgang nach dem Honigschleudern und enthält einige Schwebstoffe die ebenfalls zu entfernen sind. Hierzu wird der Schaum mit einem flachen Löffel von der Oberfläche abgeschöpft und in einem separaten Gefäß gesammelt. Anschließend wird der Honig erneut umgefüllt und durch ein sehr feines Spitzsieb gefiltert, je nach Viskosität des Honigs kann es einige Zeit dauern, bis dieser durchgelaufen ist. Im Spitzsieb sammeln sich die letzten kleinen im Honig gelösten Schwebteilchen. Sollte sich nach der Filtrierung im Spitzsieb nochmalig Honigschaum bilden, ist dieser ebenfalls abzuschöpfen. Der gesammelte Honigschaum kann später bei der Einfütterung im Herbst mit in das Zucker-Wasser Gemisch beigefügt werden.

Honigsieb aus Edelstahl
Das Honigsieb zum entfernen der Wachsteilchen sollte vorzugsweise aus Edelstahl bestehen. Dies ist stabiler und wesentlich leichter zu reinigen

Kosten: ca. 20,00 – 50,00 EUR

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Spitzsieb
Damit auch die feinsten Wachsteilchen aus dem Honig ausgesiebt werden können, empfiehlt sich ein Sieben durch ein feines Spitzsieb.

Kosten: ca. 15,00 – 30,00 EUR

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Gereinigter Honig zeugt von guter Qualität

Gesiebter und abgeschöpfter Honig ist ein Qualitätsmerkmale und erzeugt nach dem Rühren des Honigs eine ebene, cremige Oberfläche. Würde der Honig nicht vom Honigschaum getrennt werden, bildet sich oftmals später im Glas eine blasige und unebene Oberfläche die optisch nicht ansprechend erscheint. Auch ein Verzicht auf das Sieben des Honigs würde später im Glas viele kleine und große Schwebstoffe beinhalten, die beim Konsumenten während des Verzehrs auf der Zunge spürbar sind. Gereinigter und abgesiebter Honig ist ein Zeichen eines guten Endproduktes. Ein Anspruch auf die Erzeugung von qualitativ hochwertigen Produkten sorgt auch für eine hohe Kundenbindung und wiederkehrende Stammkunden. Jeder Imker sollte, sofern der Honig verkauft wird, diesen Anspruch an sein eigenes Erzeugnis haben.



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